Besser schlafen bei warmem Wetter beginnt nicht um elf Uhr abends, sondern irgendwann am Nachmittag. Wenn dein Schlafzimmer den ganzen Tag Wärme gespeichert hat, kannst du dich abends noch so anstrengen: Diese Wände arbeiten gegen dich. Mit ein paar Anpassungen an deinem Tag und deinem Abend kommst du deutlich ruhiger durch die Sommernächte.
Warum du im Sommer leichter schläfst
Um einschlafen zu können, muss deine Körpertemperatur ein kleines Stück sinken. In einem warmen Zimmer gelingt das langsamer, du liegst also länger wach und wirst nachts öfter kurz wach, ohne später zu wissen warum.
Dazu kommt, dass die meisten Menschen im Sommer bei offenem Fenster schlafen. Schön für die frische Luft, aber es kommen auch Pollen und Staub mit herein. Ist deine Nase dadurch zu, schaltest du im Schlaf unbemerkt auf den Mund um. Die Folge merkst du erst am Morgen: ein trockener Hals, ein klebriger Mund und manchmal ein Partner, der erzählt, dass du geschnarcht hast.
Kühle tagsüber, nicht erst vor dem Schlafengehen
Den größten Effekt erzielst du mit Dingen, die du tagsüber tust.
- Halte Vorhänge oder Sonnenschutz geschlossen, solange die Sonne auf dein Schlafzimmerfenster scheint.
- Lüfte früh am Morgen und spät am Abend, wenn die Außenluft kühler ist als die Innenluft.
- Richte einen Ventilator schräg auf die Wand statt direkt auf dein Gesicht. So kommt die Luft in Bewegung, ohne dass du die ganze Nacht trockene Augen und eine trockene Nase hast.
- Tausche deinen Bettbezug gegen Baumwolle oder Leinen. Die leiten Feuchtigkeit schneller ab als der glatte Synthetikstoff, aus dem viele Bezüge gemacht sind.
- Nimm eine lauwarme Dusche, keine eiskalte. Bei kaltem Wasser hält dein Körper die Wärme gerade fest.
Rund 18 Grad werden oft als angenehme Schlafzimmertemperatur genannt. Schaffst du das im August nicht, ist jedes Grad weniger schon ein Gewinn.
Durch die Nase atmen macht einen großen Unterschied
Deine Nase erwärmt, befeuchtet und filtert die Luft, die du einatmest. Atmest du durch den Mund, fällt das alles weg und dein Hals trocknet aus. Genau deshalb fühlt sich eine warme Nacht mit verstopfter Nase so unruhig an.
Ein Nasenstrip ist hier ein einfaches Hilfsmittel. Der Klebestreifen sitzt über dem Nasenrücken und hebt die Nasenflügel sanft an, damit du leichter durch die Nase atmest. Kein Gerät, kein Geräusch, und nach einer Minute spürst du ihn nicht mehr. Die hautfarbenen Nasenstrips für besseren Schlaf sind dermatologisch getestet und von Dermatest® mit „sehr gut" bewertet – also auch angenehm, wenn du empfindliche Haut hast.
Willst du deinen Mund wirklich geschlossen halten, ist Mundtape für die Nacht der logische nächste Schritt. Taste dich langsam heran: Klebe es zuerst eine Viertelstunde auf dem Sofa auf, während du eine Serie schaust, und erst wenn sich das angenehm anfühlt, eine ganze Nacht. Ist deine Nase zu, lass es an dem Abend aus.
Pollen und trockene Luft wegspülen
Gräser und Kräuter sind im August noch voll aktiv, und ein Ventilator, der die ganze Nacht läuft, macht deine Nase nicht feuchter. Eine Nasendusche mit Spülsalz spült Staub und Pollen mit lauwarmem Wasser und einer Salzlösung heraus. Mach das nach einem Tag draußen oder kurz vor dem Schlafengehen – dann gehst du mit einer sauberen Nase ins Bett.
Eine Abendroutine von zehn Minuten
Du musst daraus kein großes Ritual machen. Feste Schlafenszeit, eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen das helle Licht aus und das Handy weg, und dann die lauwarme Dusche. Willst du es dir besonders angenehm machen: Lege einen Shower Steamer mit Eukalyptus auf den Duschboden – der Dampf hilft deinem Kopf, am Ende eines warmen Tages zur Ruhe zu kommen.
Der schwierigste Teil ist meistens der langweiligste: jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett, auch am Wochenende. Dein Körper liebt Wiederholung, gerade wenn es draußen erst um zehn Uhr dunkel wird.
Wenn du allein nicht weiterkommst
Schnarchst du laut, schläfst du tagsüber ständig ein oder bemerkt dein Partner, dass du nachts kurz aufhörst zu atmen? Dann geh damit zu deinem Hausarzt. Nasenstrips und Mundtape sind Hilfsmittel für mehr Komfort, keine Lösung bei Schlafapnoe. Ganz ehrlich: Das gehört zum Arzt, nicht in einen Webshop.
Häufige Fragen
Hilft ein Ventilator wirklich, bei warmem Wetter besser zu schlafen?
Ja, denn bewegte Luft lässt Schweiß schneller verdunsten und das kühlt deine Haut. Richte ihn nur nicht direkt auf deinen Kopf, sonst wachst du mit trockener Nase und trockenen Augen auf.
Kann ich Nasenstrips und Mundtape zusammen verwenden?
Das geht problemlos und viele machen es genau so. Der Nasenstrip hält deine Nase offen, das Mundtape sorgt dafür, dass deine Lippen sanft geschlossen bleiben. Beginne nur mit dem Nasenstrip und ergänze das Tape erst, wenn du dich daran gewöhnt hast.
Darf ich die Nasendusche im Sommer jeden Tag verwenden?
In der Heuschnupfensaison spülen viele Menschen täglich. Verwende immer lauwarmes Wasser mit dem mitgelieferten Spülsalz, nie pures Leitungswasser, und spüle die Flasche nach jeder Anwendung gut aus.
Was ist die ideale Temperatur im Schlafzimmer?
Rund 18 Grad empfinden die meisten Menschen als angenehm. Schaffst du das nicht, konzentriere dich auf das, was du beeinflussen kannst: Vorhänge tagsüber zu, Lüften in den kühlsten Momenten und leichtere Bettwäsche.
Such dir heute Abend eine Sache aus und schau, wie du morgen früh aufwachst.